emotionale Intelligenz – Wie Du besser mit Deinen Mitarbeiter umgehst

Emotionale Intelligenz ist mehr denn je ein Top-Schlagwort wenn es um Führungskräfte bzw. deren Fähigkeiten geht. Oft wird emotionale Intelligenz mit (normaler) Intelligenz verglichen oder sogar gleichgesetzt. Doch das ist nicht korrekt. Finde in diesem Artikel zahlreiche Informationen und vor allem praktische Tipps zum Thema emotionale Intelligenz.

Was ist emotionale Intelligenz

emotionale Intelligenz - Ronny Behr

Ich gebe zu, meine Überschrift ist etwas reißerisch. Ich bin jedoch überzeugt, dass allein das Beschäftigen mit dem Thema emotionale Intelligenz die Führungsarbeit ein klein wenig einfacher macht. Das Umsetzen ist dann sogar eine Art Katapult für eine bessere Teamführung bzw. Teamentwicklung . Dazu gehört dann auch das Anwenden der richtigen Führungsstile im „richtigen“ Moment bzw. bei beim „richtigen“ Mitarbeitergespräch.

Emotionale Intelligenz kann man vielleicht eher als emotionale Kompetenz oder soziale Kompetenz verstehen. Geprägt wurde der Begriff „emotionale Intelligenz“ Anfang der 90er Jahre des letzten Jahunderts.

Emotionale Intelligenz meint, vereinfacht gesagt, Fähigkeiten zum Erkennen und dem Umgang von Gefühlen anderer Menschen und vor allem auch der eigenen Gefühle. Wenn man so viel und unbedingt eine Verknüpfung zur Intelligenz herstellen möchte, könnte man unterstellen, dass es um die „intelligente“ Nutzung von Emotionen geht.

Die Fähigkeit zur emotionalen Intelligenz kann man auch testen. Ein entsprechender Test (EQ Test) wird in vier Abschnitten durchlaufen. Diese Abschnitte zeigen allein schon die Kernpunkte und was genau emotionale Intelligenz meint.

  • Wahrnehmung von Emotionen
  • Nutzung von Emotionen
  • Verstehen von Emotionen
  • Beeinflussung von Emotionen

emotionale Intelligenz: Wahrnehmung von Emotionen

Das Wahrnehmen von Emotionen gelingt den meisten Menschen. Hier geht es jedoch einerseits um die Ausprägung der Wahrnehmungsfähigkeit. Kann ich also alle Emotionen auf allen „Kanälen“ wahrnehmen oder gelingt es mir bspw. nur auf dem visuellen Kanal. (Mimik und Gestik des Gegenübers) Vor allem als Führungskraft ist es wichtig, die Emotionen seiner Mitarbeiter wahrzunehmen.

„Lesen“ kannst Du diese Emotionen auf verschiedene Weise. Wie oben schon geschrieben sind Mimik und Gestik fast immer verlässliche Indikatoren um Emotionen erkennen zu können. Darüber hinaus hast Du als Führungskraft aber noch mehrere Möglichkeiten. Unter anderem kannst Du die Stimme, also Stimmfarbe, Stimmmelodie, etc, als Indikator verwenden.

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Du wirst sicher die Phrase „…sprach mit einer gebrochenen Stimme…“ schon einmal gehört haben.  Eine gebrochene Stimme deutet nicht unbedingt auf absolute Glückseligkeit oder auf Arbeitseifer hin. Aber auch Sprechtempo, Lautstärke und Wortwahl können wertvolle Hinweise auf die gerade gelebten Emotionen sein.

Beim Emotionen erkennen geht es also darum, so viel wie möglich von Deinem Gegenüber aufzunehmen. Übrigens, man kann Emotionen auch in Landschaften oder Designs erkennen!

emotionale Intelligenz: Nutzung von Emotionen

Das Nutzen von emotionaler Intelligenz meint im Grunde das Abgleichen. Nutzen ist hier auch eine gewisse Absicht. Dieses Nutzen hilft Dir beispielweise Konflikte besser zu meistern, als es andere Menschen können. Meist unterstellt man Menschen mit einer hohen Ausprägung von emotionaler Intelligenz auch einen deutlich größeren Erfolg.

Emotionale Intelligenz Nutzen hilft Dir als Führungskraft zum Beispiel ganz konkret in Mitarbeitergesprächen. Falls Du mein Buch zum Thema Mitarbeitergespräche führen schon gelesen hast, kennst Du die Facetten und die Inhalte solcher Gespräche. Vor allem die kritischen Themen, bspw. ein Hygienegespräch mit einem schlecht riechenden Mitarbeiter, erfordern viel Fingerspitzengefühl. Emotionale intelligenz hilft Dir, solche Situationen zu bewältigen.

emotionale Intelligenz: Verstehen von Emotionen

Das Verstehen von Emotionen ist aus meiner Sicht die schwierigste Aufgabe für eine Führungskraft. Es geht dabei nicht nur um das Erkennen von Emotionen die sich gerade Jetzt abspielen, sondern es geht dabei auch um das Zusammenspiel und vor allem um die Entstehung von Emotionen. Wie wechseln bestimmte emotionale Zustände in einen anderen Zustand? Was löst eine bestimmte Emotion aus? Welchen Führungsstil sollte ich besonders wegen „Dieser“ Emotion anwenden? Solche Fragen sind dabei sehr wichtig.

Versuchen wir uns mal an einem stark vereinfachten Beispiel:

Kleine Kinder, die sich verletzt haben, fangen in der Regel  an zu weinen. Eltern haben dabei nicht nur die Sorge um die Verletzung im Blick, sondern auch den emotionalen Zustand ihres Kindes. Du wirst in solch einem Fall es sehr häufig erleben, dass Eltern versuchen ihr Kind zu trösten. Auf Vielerlei Art und Weise. ziemlich oft wird dabei ein Spaß gemacht.
Das funktioniert vor allem bei ganz kleinen Kindern sehr gut. Dieser Spaß soll das Kind vom aktuellen Zustand des Schmerzes (und der Hilflosigkeit) ablenken. Die Eltern wissen das und handeln entsprechend. Sie haben die emotionale Lage und die potentiell mögliche Veränderung verstanden.

emotionale Intelligenz: Beeinflussung von Emotionen

Im obigen Beispiel bin ich schon kurz darauf eingegangen. Du kannst schon allein durch Bewusstsein viel mehr aus Emotionen machen. Es geht bei der Beeinflussung im Grunde um den Umgang mit Emotionen. Aber nicht nur im Sinne der Beeinflussung Deines Gegenübers.

Gerade das Beeinflussen der eigenen Emotionen sind ein deutliches Merkmal von (hoher) emotionaler Intelligenz. Du kannst Dir selbst ein paar Fragen stellen. Nicht allein um herauszufinden, ob Du nun „total emotional Schlau“ bist.  🙂 Sondern eher um Dein Bewusstsein zu füttern.

  • Wie kann ich mit Emotionen umgehen?
  • Kann ich mich klar ausdrücken? (Meint weniger einen Dialekt)
  • Wie gut kann ich mit Emotionen Anderer (Aggressivität, Wut, Trauer) umgehen?
  • Kann ich meine eigene Stimmung / Emotion beeinflussen?
  • Kann ich für Orientierung sorgen?
  • Kann ich meine Mitarbeiter motivieren?

emotionale Intelligenz: Fazit

Das Thema emotionale Intelligzenz lässt sich leider nicht abschließend in solch einem Artikel abhandeln. Nur durch das Lesen dieser Zeilen bist Du auch nicht zwangsweise „emotional intelligenter“. Ich empfehle Dir, das oben Geschriebene für Dich selbst zu überdenken. Zieh Dir die Beispiele und Fragen gedanklich heran. Lies den Text noch einmal.

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang der Artikel zum Thema Glaubenssätze auch für Dich interessant.

 

 

 

 

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