Was macht eine gute Führungskraft aus – die drei Top Eigenschaften

Gerade junge Führungskräfte stellen sich oft die Frage “Was macht eine gute Führungskraft aus” bzw. “Was macht einen guten Chef aus“. In gewisser Weise stecken da Zweifel oder Unsicherheiten drin. Unsicherheiten, ob man den Aufgaben gewachsen ist oder ob man den Job gut macht. Doch in den meisten Fällen sind diese Unsicherheiten nicht nötig. Mit ein klein wenig Selbstreflexion und den richtigen Tipps kommt man recht schnell hinter die Eigenschaften einer guten Führungskraft.

gute führungskraft

Was macht eine gute Führungskraft aus

Ich hatte erst kürzlich wieder die Gelegenheit ein Assessment Center zu veranstalten. Was ein sogenanntes AC ist, kannst Du hier bei Wikipedia nachlesen.

Zum AC gehörte auch ein Interview mit zahlreichen Fragen. Eine dieser Fragen zielte darauf ab, die Meinung und Position des Teilnehmers an die Erwartungen an einen guten Vorgesetzten abzuklopfen. Also im Grunde die Frage “Was macht eine gute Führungskraft aus” zu beantworten. Dazu sollten sie über ehemalige Chefs nachdenken und sich “den besten” ehemaligen Chef heraussuchen und erzählen, warum er der beste Chef war/ist.

Was meinst Du, haben die Teilnehmer geantwortet? Unabhängig voneinander haben alle Teilnehmer des Assessment Center in der Summe die Frage gleich bzw. ähnlich beantwortet. Dabei sind die dort genannten Eigenschaften einer Führungskraft schon fast banale Dinge. Natürlich gehört mehr dazu als nur eine allgemeine Einschätzung oder Erwartung, doch mit ein bisschen Reflektieren sind diese Eigenschaften einer Führungskraft sehr leicht zu erlangen.

eine gute Führungskraft hat Zeit

Die Antworten der Teilnehmer war vor allem auf den Zeitfaktor bezogen. Wirklich alle lobten ihren ehemaligen Chef weil er sich “für sie Zeit genommen hat”. Das ist natürlich subjektiv und es gab auch keine Messung dieser Zeit. Doch das Empfinden ist hier entscheidend. Ich denke, an dieser Stelle kann man unterstellen, dass die Chefs der Teilnehmer einfach regelmäßig präsent waren.

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Du als Führungskraft kannst diese Lob später auch von Deinen Mitarbeitern bekommen. In den beiden Büchern zu den Themen Mitarbeitergespräche führen und Führungsstile gehe ich u.A. auch auf “das Präsent sein” ein. Es kostet Dich täglich 5-10 Minuten. Deine Mitarbeitern werden es aber als “ständige Erreichbarkeit” wahrnehmen.

Diese ständige Erreichbarkeit ist sehr wichtig. Wenn die Mitarbeiter wissen, dass sie jederzeit zu Dir kommen können, gibt ihnen das einen gewissen (mentalen) Schutz.

eine gute Führungskraft hat immer ein offenes Ohr

Auch das haben die Teilnehmer mehrfach hervorgehoben. Interessant ist es dahingehend, weil man ja denken könnte, dass “sich Zeit nehmen” und “ein offenes Ohr haben” das gleiche sind. Und doch haben die Teilnehmer es mehrfach getrennt voneinander betont.

Es geht also nicht um das Präsent sein, sondern eben auch um echte Anteilnahme. Um Mitwirken. Um Dabei sein. Eine gute Führungskraft geht also nicht nur spazieren und lächelt alle Mitarbeiter freundlich an, sondern eine gute Führungskraft geht auf die Mitarbeiter zu und fordert zum Dialog auf.

Dieses Fordern ist gleichzeitig ein Fördern. Als Führungskraft förderst Du innerhalb Deines Teams damit die Bereitschaft sich mitzuteilen. Das Dialog innerhalb des Teams, auch in Deine Richtung, ist sehr wichtig. Einerseits werden damit Probleme schneller gelöst und auf der anderen Seite stößt Du damit kreative Prozesse an. Der Austausch über die Arbeit führ automatisch zum Teilen von Erfahrungen. Das ist sehr wichtig.

eine gute Führungskraft bringt mich voran

Nun habe ich oben schon etwas zum Fordern und Fördern geschrieben. Da ging es um den Dialog innerhalb des Teams. An dieser Stelle meint das Fordern und Fördern die Weiterentwicklung von Mitarbeitern. Eine gute Führungskraft findet die Schwächen und Stärken der Mitarbeiter heraus. Durch konsequente Anwendung von verschiedenen Führungsstilen (wie in meinem Buch beschrieben) ist das eine recht einfache Aufgabe.

Das Entwickeln ist dann schon etwas schwieriger. Hier helfen natürlich regelmäßige Mitarbeitergespräche (auch in meinem Buch beschrieben). Wichtig ist aber vor allem das Fördern. Es geht also nicht nur darum zu Fordern und im Rahmen seiner Arbeit als Führungskraft Ziele einzufordern und immer Mehr zu wollen, sondern es geht ein Stück weit auch um Vormachen, Mitmachen und “Machen lassen”.

Du zeigst also Deinem Mitarbeiter Tätigkeit A. Dann macht ihr sie gemeinsam und letztlich macht der Mitarbeiter die Tätigkeit A allein. Dann wertet ihr gemeinsam aus und geht zur Tätigkeit B über. 

Das war jetzt natürlich recht plastisch, erfüllt jedoch sicherlich seinen Zweck als Beispiel. Durch dieses Fördern hat Dein Mitarbeiter das Gefühl, dass Du ihn voranbringst. Er lernt ja etwas dabei und seine Perspektiven werden automatisch größer.

Was macht nun eine gute Führungskraft aus – die drei Top Eigenschaften

  • sich Zeit nehmen
  • dem Mitarbeiter Zuhören
  • den Mitarbeiter Fordern und Fördern

Da stehen sie nun. Die 3 Top Eigenschaften einer Führungskraft.

Natürlich gibt es da noch viel mehr. Vor allem, wenn man die Perspektive wechselt und das Ganze mal aus der Chef vom Chef Perspektive ansieht. Was sind dann die besten Eigenschaften einer Führungskraft? Also wenn es darum geht, eine Führungskraft einzustellen? Dazu an anderer Stelle mehr…

 

 

 

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